Vierzehn Frauen und Männer haben sich im bewährten Rhythmus von ora et labora eine Woche lang mit dem Thema «Hoffnung zumuten» auseinandergesetzt. Die abendlichen Gesprächsrunden, in welchen wir uns dem Thema von verschiedenen Seiten angenähert haben, waren eine gegenseitige Bereicherung und haben nicht selten den eigenen Horizont erweitert.
Der labora-Teil forderte uns oft vollen Körpereinsatz ab! Ende Woche konnten wir zufrieden feststellen, dass wir Einiges bewegt haben, angefangen von den riesigen Haufen ausgerissenem Farn und Berufkraut, über die Brombeerranken, den gejäteten Gemüsegarten bis hin zu den Holzscheiterbeigen. Hungrig kamen wir jeweils von der Arbeit zurück und wie immer haben wir ausgezeichnet gegessen! Daneben blieb genug Raum für Zeiten der Musse!
Perspektivwechsel Hoffnung
Von oben nach unten und von unten nach oben zu lesen
Hoffnung heisst Leben
Nein, die Wahrheit ist
Dass Hoffnung unmöglich ist.
Ich glaube nicht
Dass ich trotz allem hoffen kann
Dass ich ohne Hoffnung auf Hoffnung hin vertrauen kann
Dass unter uns Hoffnung aufkeimt
Es ist doch so
Dass die vielfältigen Krisen übermächtig sind
Ich weigere mich zu glauben
Dass der Widerstand Sinn macht
Dass das Gras den Beton sprengt
Es ist doch ganz klar
Dass jeder Grund zur Hoffnung fehlt
Ich kann unmöglich glauben
Nichts wird sich verändern
Es wäre gelogen, würde ich sagen:
Hoffnung breitet sich aus!
Und nun lies den Text von unten nach oben!
(von Thomas Schmidt nach einem Text von Iris Macke aus dem Adventskalender Andere Zeiten 2018)

Text: Ursula Wyss, Fotos: Ursula Wyss, Josef Moser



















