© Fotos: Esther Häusermann, Marlis Odermatt Sandra Schmid Fries
Werkstatt Männerarbeit.
Vier Tage in abgeschiedener Tessiner Bergwelt gaben sich Fach-Männer Einblick in ihre Praxis von Männerarbeit und Männerseelsorge. Männer unterschiedlichster Herkunft und verschiedenster Erfahrung – auch was deren religiösen Hintergrund betrifft.
Innen Aussen.
Draussen in beeindruckend abgeschiedener Natur und drinnen im Schutz bietenden Gemeinschaftshaus „Casa Convento“ des Vereins „Ritiro Terra Vecchia“, wurde über gendersensible Begleitung von Männern, befreiende Männerspiritualität und Herausforderungen der modernen Arbeit mit Männern gesprochen, vor allem aber auch erlebt.
Rahmen schaffen.
Den Rahmen für diese vier Tage hat nicht nur dieser wunderschöne Ort mit einer alten Kirche aus dem 17. Jahrhundert, sondern auch die verschiedenen Bezüge zur Männerarbeit im kirchlichen Kontext geschaffen. Die Tagesstruktur mit Fixpunkten wie gemeinsamem Singen in der Kirche oder Kochen und Essen verschaffte der Gruppe Zusammenhalt.
Männer-Figuren.
Als konfessionsloser, aber im katholischen Umfeld aufgewachsener Mann war ich faszniert von den mit der eigenen Geschichte erkennbaren Bezügen zu christlichen Männer-Figuren aus der Bibel. Am Übergang zum „neuen Mann-Sein“ bedienen uns die Zeit überdauernden Erzählungen aus der Vergangenheit mit überraschend aktuellen Männerbildern.
Mann am Übergang.
Eine zentrale Erfahrung für den Mann ist „das Recht, ein Anderer zu sein und zu werden“ (*). Anders zu sein und trotzdem willkommen, schafft in meinen Augen die Vertrauensbasis, auch „anders“ werden zu dürfen – sich zu entwicklen, zu verändern. Und an diesem Übergang zum neuen Mann-Sein stehen viele Männer. Und hier sehe auch ich meine Aufgabe, beispielsweise im Männerhaus Luzern: Männer zu unterstützen im „Man selbst sein, selbst Mann sein“ (*).
Links und Quellen: manne.ch; maenner.ch; zwueschehalt.ch
(*) Sölle/Bichsel in Kuratle/Morgenthaler „Männerseelsorge“
© Text und Fotos: Stefan Kuster
„Überall ist heiliger Boden“
Wo immer du auch stehst ist ein heilig Land,
du kannst Gott nicht an diesen oder jenen Ort binden.
Göttliche Gegenwart ist immer hier und jetzt,
beim Arbeiten oder auf der Reise,
im Gebet oder am Tisch,
immer da, wo du selber gegenwärtig bist.
© Text und Fotos: Ursula Wyss
Eine spirituelle Schreibwerkstatt
Geheimnis, Du
an schattigem Platz hier
tiefrote Rosen bekennen Farbe
neigen sich dankend – still
So sei es
rlk
DU
Stillein der Natur kann ich dich hören
Auch im Wohlwollen
bist du gegenwärtig
Amen
Margret
Heilig bist du
Ground where I stand
Heilig bist du
Junction of all paths
Heilig bist du
Architect or our lives
Ein Teilnehmer
Hier im alten Dorf
Unter dem pastellblauen Himmel
Danke ich dir, Geistkraft.
In Terra Vecchia
Blühen Marronibäume
Über uralten Steinen
Walter
Du bist nicht der Teller in einer silbernen Uhr.
Du bist nicht der Hintergrund im Kino.
Du bist das Kleid mit den roten Punkten.Gila
© Fotos: Sylvia Stam, Walter Steffen
Wir feiern die Pfingsttage entlang der vier Elemente:
O flamme monte
que ta lumière
nous purifie
quide nos coeurs.
Du Wasser des Lebens,
Quelle der Wahrheit,
Liebe ohne Ende.
Erd und Himmel zu verbinden,
bist gerufen du oh Mensch,
Erd und Himmel zu verbinden,
Halleluja.
Ruach Ruach
Ruach Elohim
Ruach, Ruach
Ruach Chaim
Ruach Elohim
© Fotos: Elisabeth Staubli, Sylvia Stam
Weil wir in unserer Casa Convento mit Holz kochen und zum Teil auch heizen, braucht es immer wieder Brennholz. Darum haben im Winter im Steilhang hinter dem Haus Arbeiter Buchen und Kastanien gefällt.
Nun lagen sie da, manche im Bachbett, Trämel von einem Meter oder noch längere Stämme mit Ästen, teils kreuz und quer. Wer würde uns das Holz herausholen und aufarbeiten? Warum nicht ein paar pensionierte, starke Männer dazu einladen?
Die Idee der Holzer-Tage war geboren, und die Angefragten haben alle zugesagt, sodass wir, rund ein zehn Männer und zwei Frauen, mit vereinten Kräften ans Werk gehen konnten. Und siehe da, nach drei Tagen war die grosse Arbeit getan und es freuten sich alle über das gelungene gemeinsame Werk.
© Text: Josef Moser, Fotos: Hans-Ruedi Häusermann, Josef Moser
Die Seele braucht das Staunen,
das immer wieder erneute Freiwerden
von Gewohnheiten, Sichtweisen, Überzeugungen,
die sich wie Fettschichten,
die unberührbar und unempfindlich machen,
um uns lagern….
Staunen oder Verwunderung ist eine Art,
Gott zu loben –
übrigens auch dann,
wenn sein Name nicht genannt wird.
Dorothee Sölle
© Ursula Wyss, Hans-Ruedi Häusermann








































































































































